Elektromobilität – E.Go Life – Das ist Zukunft

Die großen deutschen Autobauer reden zwar viel über Elektromobilität, konnten ihre Kunden bisher aber oftmals noch nicht von einem Kauf überzeugen.
E-Autos werden sich wohl erst gegenüber Verbrennungsfahrzeugen durchsetzen, wenn sie über den gesamten Lebenszyklus betrachtet preiswerter sind.

Sinnvoll könnte der Einsatz von Elektroautos besonders bei Sozial- und Pflegediensten, Lieferdiensten, Fahrschulen und Mietwagenfirmen sein. Oder auch als Zweitwagen die lediglich zum pendeln auf kürzeren Strecken genutzt werden. Für lange Strecken mit einem Elektroauto werden schwere Batterien benötigt, daher ist bei solchen Autos die Frage ob das besonders effizient ist.

Ein E-Fahrzeug stößt keine Schadstoffe aus und wird als lokal emissonsfrei bezeichnet. Bei Kraftwerken sieht das ganz anders aus, hier entstehen je nach Energiequelle zum Teil erhebliche Emissionen. Da

Strommix in Deutschland aktuell 29 Prozent der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft (11,9%), Photovoltaik (5,9%)
Braun- und Steinkohle etwa 40%, Kernkraftwerke ca. 13%, Erdgas-Strom ca. 12%

lt. BBV Bericht vom 17.11.2017 gibt es in Bocholt 29 angemeldete Elektroautos (im Kreis Borken 206 zugelassene Elektrofahrzeuge)

e.Go Life aus Aachen: Ein Elektroflitzer für den Stadtverkehr für 12.000 Euro

Entwickelt vom Produktionswissenschaftler Günter Schuh an der Rheinisch-Westfälischen TEchnischen Hochschule Aachen. Günter Schuh war auch schon an der Entwicklung des Street Scooter für DHL beteiligt.

  • für den Stadtverkehr
  • Kosten ca. 16.000 Euro
  • 3,40 m klein und rund 500 Kilogramm leicht
  • 48-Volt Elektromotor / Leistung 22 KW (30 PS)
  • Reichtweite pro Akkuladung etwas 100 km
  • Serienstart geplant Frühjahr 2018
  • Entwicklungskosten 1/10 des üblichen

Homepage von E.Go Mobile

Microlino Auto

Ein ähnlicher Ansatz ist die Rückkehr der Isetta (auch bekannt als Knutschkugel) aus den 50er Jahren. Der Microlini nimmt das Fahrzeugdesign auf. Der Microlino ist rein elektrisch angetrieben, hat zwei Sitze und soll pro Ladung 120 km zurücklegen können. Wie auch der E-Go Life ideal für die Fortbewegung in der Stadt.

Sion

Der Sion ist das erste serienmäßige Auto, das 330 integrierten Solarzellen hat und dadurch bis zu 30 km am Tag nur durch Sonnenenergie fahren kann. Reichweite insgesamt 250 km. Als Option ist auch eine Anhängerkupplung möglich.

StreetScooter

  • für und mit der Post entwickelt
  • Praxiserprobt mit über 9 Mio km in der Zustellung der Deutschen Post
  • zwei Ausführungen WorkBox 42.781,00 € (abzgl. 4.000,00 € Umweltbonus, inkl. USt. und zzgl. Einrichtungskosten) und Word L Box 51.111,00 € (abzgl. 4.000,00 € Umweltbonus, inkl. USt. und zzgl. Einrichtungskosten)
  • Höchstgeschwindigkeit 85 km/h
  • Reichweite: Work Box 118 km – Work L Box 167 km / Post-erprobte Realreichweite 80 km)
  • Gesamtzuladung 740 kg (Work Box), 960 kg (Work L Box

deutschepost.de/streetscooter-kaufen

Tesla 40 to LKW

E-Traktor

Auch der schwäbische Traktorenhersteller Fendt will 2018 einen batteriebetriebenen Traktor auf den Markt bringen. Einsatz neben der Landwirtschaft auch z.B. für Kummunen als Räumfahrzeug. Bei üblicher Nutzung soll der E-Traktor einen Arbeitsdtag ohne Nachladen eingesetzt werden können. Aufladen der Batterie in 40 Minuten bis zu 80 Prozent. Da viele Höfe über eine Photovoltaikanlage verfügen, könnte der E-Traktor aus selbst erzeugtem Strom geladen werden.

Elektrischer Hightech-Retro-Käfer geht in Serie

Ladestationen durch die Telekom?

Wer mehr E-Autos auf die Straße bringen will, brauch mehr Ladestationen. Im ersten Augenblick etwas ungewöhnlich, doch die Telekom könnte eine Lösung haben.

Renault Zoe

  • unter Laborbedingungen 400 km Reichweite, lt. praktischer Erfahrung 300 km (im Winter vielleicht nur 220 km)
  • Ladedauer ca. 2 Stunden
  • Spitzengeschwindigkeit knapp 140 km/h
  • ab 21.100 Euro (Umweltbonus schon eingerechnet) + Miete Batterie ab 69 Euro pro Monat (bei 7.500 km pro Jahr)
  • Stromkosten ca. 3,00 Euro pro 100 km

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