auf historischen Spuren

Auf der knapp 15 km langen Runde gibt es viel historisches zu sehen.

Laufstrecke bei Komoot
Dort könnt ihr euch die Strecke auch als GPX-Datei downloaden.

  • Beckmannplatz
  • Bocholter Friedhof
  • Denkmalstein im Stadtwald
  • Obelisk
  • Mahnmahl Opfer totalitärer Gewalt
  • alter Schießstand aus dem 2. Weltkrieg
  • alte Tongrube
  • Ruinen Café Hirsch
  • alter Bahndamm
  • Haus Tenking
  • Winkelhauser Heide
  • Herman Löns Denkmal
  • Hohenhorster Berge
  • provisorischer Übungsstellung für Flugabwehr
  • Aa-See mit Blick auf Skylline von Bocholt
  • 6,5 m hohe Bronzestatue
  • Reste Königsmühle
  • Textilwerk mit Skylounge
  • neue Podiumsbrücke

Start / Ziel: Podiumsbrücke am Textilmusuem

Der Start ist direkt auf der breiten imposanten neuen Podiumsbrücke über die Aa. Direkt zu Beginn geht es am neuen Kubaai Spielplatz vorbei. Dieser ist noch gesperrt, doch das was ich gesehen habe sieht richtig cool aus. Da wäre ich auch gerne wieder Kind. Auf der anderen Seite befindet sich unser Textilmuseum.

Nach der Querung der Münsterstraße führt die Strecke über den Beckmannplatz. Die Siedlung Beckmannplatz wurde zwischen 1925 – 1935 gebaut und besteht aus zweigeschossigen Klinker-/Putzbauten.

Anschließend geht es am Eingang Süd auf den Bocholter Friedhof. Es mag sich komisch anfüllen, doch es läßt sich ganz gut auf dem äußerem Weg des Friedhofs laufen. Fahrradfahren ist auf dem Bocholter Friedhof verboten, da er als Fußgängerzone gilt, doch von laufen steht in der Friedhofsordnung nichts. 😉 Solltet ihr eine Trauergesellschaft antreffen, bitte ich jedoch vom Laufschritt ins Gehen überzugehen.

Weiter geht es in den Stadtwald, am Teich und Ripphouse vorbei und dann stehen wir nach der Querung der Wiener Allee vor einem, mir bisher unbekannten, Gedenkstein für die gestorbenen Soldaten der beiden Weltkriege.

Hier laufen wir rechts den Weg hoch bis zum Rondel mit Teich in der Mitte. Dieser dürfte euch vom Silvesterlauf bekannt sein. Weiter geht es über eine kleine Brücke. Etwas abseits des Weges links im Unterholz findet sich ein alter Obelisk als Überbleibsel eines Denkmals, das von der SA in Bocholt errichtet wurde.

Kurze Zeit später passiert die Strecke eine Gedenkstelle für Opfer totalitärer Gewalt. Hier laufen wir über das Gelände eines Kriegsgefangenenlager für sowjetische Kriegsgefangene. Jeweils an den 4 Ecken des ehemaligen Lagers gibt es eine Stehle mit Informationen. Wir überqueren die Straße im Ziegelofen und folgen dem Weg zu einem alten Schießstand. Dieser wurde 1938 durch die Wehrmacht errichtet. Er war einst Teil des Kriegsgefangenenlagers.

Der weitere Weg führt an den Tonwerken vorbei. Bevor es zum Schwimmbad wurde, wurde hier Tonmaterial abgebaut. Gegenüber findet man die traurigen Überreste des Café Hirsch. Ein wirklicher Lostplace.

Weiter geht es durch den Stadtwald, bis wir ein Stück über den alten Bahndamm Richtung Rhede laufen dürfen. Weiter geht’s am Haus Tenking vorbei. Dieses Herrenhaus im niederländischen Barock wurde 1710 von Ernst von Cochenheim erbaut. Nach Überquerung der Bocholter Straße (Achtung beim Queren!) führt uns der Weg weiter in die Winkelhauser Heide zum Hermann Löns Denkmal. Dieser Findling steht auf einer kleinen Anhöhe.

Weiter geht es in die Hohenhorster Berge, nach einer kleinen „Bergetappe“ über den gelben Sand, führt die Strecke in einem Bogen zu einer merkwürdigen Asphaltfläche mitten im Wald. Hier befand sich eine provisorische Übungsstellung eines Flugabwehrrakenbataillons der Bundeswehr (um 1960). Die befestigte Fläche war für die Startgestelle der Raketen und die daneben höher gelegene ebene Fläche für die Radarplattformen gedacht. Dazu wurde die Düne des Paosberges abgeflacht und als Standfläche für die Feuerleitradare verbreitert. Weitere Informationen zur Bundeswehr in Bocholt findet ihr hier. Bitte beachtet, das es sich bei den Hohenhorster Bergen um ein Naturschutzgebiet handelt. Verhaltet euch bitte auch so.

Über die, durch weiße Punkte gekennzeichnete Mountainbikestrecke geht es weiter bis zum Aasee. Dieses Gelände diente früher als Überschwemmungsgebiet, bevor in den 1970er Jahren begonnen wurde, den Aasee durch Ausbaggerungen anzulegen. Fertiggestellt wurde dieser 1983. Über die Hügel hat man einen schönen Blick auf die Skyline von Bocholt.

Auf unserem weiteren Weg können wir rechts im Wasser die 6,5 m hohe Bronzestatue „Jonas entspricht dem Walfisch“ sehen. Diese wurde von Dr. Ing. h.c. Alfred Flender gestiftet und standt vorher im ehemaligen Waldbad. Nur ein paar Meter weiter treffen wir auf die Überreste der Königsmühle.

Nach Überquerung der Straße haben wir freien Blick auf die Überreste Bocholter Textilindustrie und das Textilwerk mit der Skylounge und wir erreichen den Start/Zielpunkt unserer Tour auf historischen Pfaden der Podiumsbrücke im neuen Kubaii Gelände.

Gesamtlänge 14,7 km

die Laufstrecke bei Komoot

Ich wünsche euch viel Spaß beim nachlaufen. Vielleicht nutzt ihr die Strecke auch als längere Wanderung.

Laßt es mich wissen, wie euch die Strecke gefallen hat.

Free to run – Als Laufen noch verboten war – 3sat-Mediathek

Free to run ist eine sehr sehenswerte Laufdokumentation in der 3sat-Mediathek und erzählt die Geschichte des Laufsports von einer Sportart für „Spinner“ hin zum Volkssport.

Heute selbstverständlich eigene Frauenläufe, Frauen am Start von 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathonwettkämpfen und auch auf den Ultrastrecken, damals glaubten die Männer noch das wäre schädlich für die Frauen?! Und mittlerweile gibt es gemischte Rennen, die von Frauen sogar gewonnen werden.

Quelle: Free to run – Als Laufen noch verboten war